Siltronic blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2015 zurück und erwartet eine positive Ergebnisentwicklung in 2016

  • Umsatz 2015 ist auf 931,3 Millionen Euro (Vorjahr: bereinigt 853,4 Millionen Euro) gestiegen

  • EBITDA verbesserte sich auf 124,0 Millionen Euro (Vorjahr: bereinigt 117,7 Millionen Euro)

  • EBIT mit 2,7 Millionen Euro positiv (Vorjahr: bereinigt -31,6 Millionen Euro)

  • Nettofinanzvermögen in Höhe von 155,9 Millionen Euro (Vorjahr: Nettofinanzschulden von 24,5 Millionen Euro)

  • Weitere Ergebnisverbesserung für 2016 erwartet

Die Siltronic AG, der weltweit drittgrößte Hersteller für Wafer aus Reinstsilizium, blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2015 zurück. Der TecDAX-Konzern steigerte den Umsatz 2015 um 9,1 Prozent auf 931,3 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr (2014: bereinigt 853,4 Millionen Euro). Die deutliche Steigerung ist hauptsächlich auf einen höheren Absatz und einen starken US-Dollar gegenüber dem Euro zurückzuführen.

„2015 war mit dem Börsengang im Juni ein Meilenstein für Siltronic. Wir haben das Geschäftsjahr erfolgreich beendet, obwohl sich die positiven Tendenzen des ersten Halbjahres aufgrund der konjunkturellen Abkühlung im Bereich der Halbleiterindustrie im zweiten Halbjahr leider nicht fortgesetzt haben. Jedoch konnten wir die Anfang 2015 selbst gesteckten Ziele zum großen Teil erreichen.“, sagte Dr. Christoph von Plotho, CEO der Siltronic AG. „ Wir haben unser kontinuierliches Kostensenkungsprogramm erfolgreich fortgeführt. Die Entwicklung neuer Produkte gemeinsam mit unseren Kunden hat dazu beigetragen, unsere technologische Marktführerschaft zu untermauern.“

Die Herstellungskosten lagen trotz der Mengensteigerung mit 768,4 Millionen Euro auf Vorjahresniveau. Der starke Umsatzanstieg spiegelte sich positiv im Bruttoergebnis mit 162,9 Millionen Euro (+113 Prozent) und einer Bruttomarge von 17,5 Prozent (2014: 9,1 Prozent) wider. Der starke Anstieg des Bruttoergebnisses ist unter anderem auf die erfolgreichen Kostensenkungsmaßnahmen wie auch auf den schwachen Euro gegenüber dem US-Dollar zurückzuführen.

Die kontinuierliche Fortführung des bereits 2010 eingeführten Kostenreduktions-programms wirkte sich auch 2015 sehr positiv auf das Ergebnis aus. Insgesamt wurden Einsparungen von rund 45 Millionen Euro realisiert.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) lag bei 124,0 Millionen Euro und damit 5,4 Prozent über dem Vorjahr (2014: bereinigt 117,7 Millionen Euro). Die EBITDA-Marge erreichte 13,3 Prozent (2014: bereinigt 13,8 Prozent).

Die sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen waren 2015 stark von Wechselkurseffekten, insbesondere den Maßnahmen zur Währungssicherung geprägt. 2015 kam es daraus per Saldo zu einem Aufwand von 45,7 Millionen Euro. 2014 hatte sich dagegen ein Ertrag in Höhe von 7,3 Millionen Euro ergeben. Ohne diesen Effekt hätte das EBITDA für 2015 169,7 Millionen Euro und die EBITDA-Marge 18,2 Prozent betragen.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) war mit 2,7 Millionen Euro ebenfalls positiv (Vorjahr: bereinigt -31,6 Millionen Euro).

Die deutliche Verbesserung des EBIT wirkte sich positiv auf den ROCE (Return on Capital Employed) aus, der von -2,1 Prozent auf 0,4 Prozent gestiegen ist.

Das Finanzergebnis 2015 erreichte -12,2 Millionen Euro (2014: -7,7 Millionen Euro) und wurde stark durch den Aufwand für die Aufzinsung der Pensionsrückstellungen geprägt.

Die Ertragssteuern lagen im Geschäftsjahr 2015 bei 10,6 Millionen Euro.

Siltronic konnte das Periodenergebnis von -27,0 Millionen Euro im Jahr 2014 um 26 Prozent auf -20,1 Millionen Euro im Jahr 2015 verbessern.

Das Ergebnis je Aktie beläuft sich auf -0,50 Euro und lag damit 22 Prozent über dem Vorjahr.

Das Eigenkapital des Unternehmens wurde vor allem aufgrund des Börsengangs im Juni 2015 deutlich gestärkt und lag bei 497,3 Millionen Euro. Dies entspricht einer Eigenkapitalquote von 47,8 Prozent.

2015 hat Siltronic 75,0 Millionen Euro in Sachanlagen und immaterielles Anlagevermögen investiert. Die Investitionen dienen dazu, die kontinuierlich anspruchsvolleren Spezifikationen der Kunden begleiten zu können. Dazu zählt unter anderem der Austausch veralteter gegen hochmoderne Kristallziehanlagen.

Der Free Cashflow war 2015 mit 37,4 Millionen Euro deutlich positiv. 2014 hatte er bereinigt bei 86,3 Millionen Euro gelegen. Somit gelang es Siltronic sowohl 2015 wie auch 2014, die Investitionen in Sachanlagen und immaterielles Anlagevermögen aus dem Cashflow zu finanzieren, der in der betrieblichen Geschäftstätigkeit generiert wurde.

Aufgrund des Börsengangs im Juni 2015 und des erzielten Free Cashflows verfügte das Unternehmen zum 31. Dezember 2015 über ein Nettofinanzvermögen von 155,9 Millionen Euro verglichen mit Nettofinanzschulden von 24,5 Millionen Euro zum 31. Dezember 2014.

Kommentar zum vierten Quartal 2015

Der Umsatz der Siltronic lag im ersten Halbjahr 2015 deutlich über Vorjahr. Bereits im dritten Quartal sank aufgrund des Abbaus von Lagerbeständen auf Seiten der Kunden und der zunehmenden Unsicherheit über die weitere konjunkturelle Entwicklung vor allem in China das Umsatzniveau. Das vorsichtige Bestellverhalten der Kunden wirkte sich auf den Umsatz im vierten Quartal aus. Die zum Jahresende übliche saisonale Abschwächung und niedrigere durchschnittliche Verkaufserlöse in US-Dollar sowie Verschiebungen im Produktmix belasteten die Umsatzentwicklung zusätzlich. Positive Währungseffekte konnten dieses nicht vollständig ausgleichen. Daher lag der Umsatz für den Zeitraum Oktober bis Dezember 2015 bei 215,3 Millionen Euro und damit 3,5 Prozent unter dem starken Vergleichsquartal des Vorjahres (Q4 2014: 223,2 Millionen Euro).

Das EBITDA ist für das vierte Berichtsquartal 2015 auf 23,2 Millionen Euro (Q4 2014: 39,2 Millionen Euro) gesunken. Somit lag die EBITDA-Marge für den Zeitraum Oktober bis Dezember 2015 bei 10,8 Prozent (Q4 2014: 17,6 Prozent). Hauptursache waren neben geringeren Umsätzen die Wechselkurseffekte, die in den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen enthalten sind. Diese wiesen für das vierte Quartal 2015 per saldo einen Aufwand in Höhe von 10,5 Millionen Euro aus (Q4 2014: Aufwand von 0,2 Millionen Euro).

Erwartungen für das erste Halbjahr 2016

Aufgrund der makroökonomischen Vorhersagen für 2016 und des verlangsamten Wachstums im Bereich Smartphones sowie der zur Zeit vorherrschenden schwachen Nachfrage im Bereich von PCs und Laptops erwartet Siltronic einen gemäßigten Geschäftsverlauf in den ersten beiden Quartalen 2016.

Bereits im vierten Quartal 2015 sind die Preise für einige Produktlinien mit niedrigen Produktionsauslastungen unter Druck geraten. Siltronic erwartet, dass sich dieser Trend zumindest im ersten Halbjahr 2016 fortsetzen wird. Bei Produkten mit hohen Auslastungen erwartet das Unternehmen aktuell relativ stabile Preise. Eine Aussage zur Preisentwicklung im zweiten Halbjahr 2016 ist noch nicht möglich.

Das Unternehmen geht für das erste Quartal 2016 von einem Umsatz aus, der ungefähr auf Höhe des vierten Quartals 2015 liegen sollte.

Für das zweite Quartal 2016 ist das Unternehmen - auch aufgrund der bisherigen Kundenaussagen zur weiteren Entwicklung 2016 - vorsichtig optimistisch, dass es zu der üblichen Belebung der Nachfrage kommt.

Siltronic-Ausblick für das Gesamtjahr 2016

Siltronic sieht insbesondere in der Automobilindustrie und den Industrie-anwendungen interessante Perspektiven und erwartet hier mittelfristig ein weiteres Wachstum.

Das Unternehmen rechnet für 2016 mit negativen Währungseffekten aus den Maßnahmen zur Währungssicherung. Diese sollten, unter Annahme eines US-Dollar/Euro Wechselkurses von 1,10, bei rund 10 Millionen bis 15 Millionen Euro liegen und schwerpunktmäßig im ersten Quartal 2016 anfallen.

Das Unternehmen rechnet für 2016 mit negativen Währungseffekten aus den Maßnahmen zur Währungssicherung. Diese sollten, unter Annahme eines US-Dollar/Euro Wechselkurses von 1,10, bei rund 10 Millionen bis 15 Millionen Euro liegen und schwerpunktmäßig im ersten Quartal 2016 anfallen.

Der Umsatz für das Gesamtjahr wird voraussichtlich leicht unter dem Vorjahresniveau liegen.

Die EBITDA-Marge sollte sich leicht verbessern. Mittelfristig strebt das Unternehmen eine Ziel-EBITDA-Marge von 20 Prozent an, die es jedoch 2016 wahrscheinlich noch nicht erreichen wird.

Siltronic geht für 2016 von einem ROCE im mittleren einstelligen Prozentbereich aus.

Für 2016 plant das Unternehmen mit Investitionen von rund 80 Millionen Euro, die zum großen Teil in moderne Kristallziehanlagen und die weitere Automatisierung der Standorte fließen. Durch die neuen Kristallziehanlagen werden die Kristalleigenschaften verbessert und durch die steigende Automatisierung die Produktivität deutlich gesteigert.

Der Free Cashflow soll deutlich positiv ausfallen, jedoch unter dem Wert des Jahres 2015 liegen. Dieser Cashflow wird dadurch belastet, dass der Saldo erhaltener Kundenanzahlungen um etwa 20 Millionen Euro zurückgeht.

Siltronic geht davon aus, dass das Ergebnis je Aktie im Geschäftsjahr 2016 leicht positiv ausfallen wird.

Telefonkonferenz für Analysten und Investoren

Der Vorstand der Siltronic AG wird am 16. März 2016 um 15.00 Uhr (MESZ) eine Telefonkonferenz mit Analysten und Investoren (nur in englischer Sprache) durchführen. Diese wird über das Internet übertragen. Der Audio-Webcast wird live und als on-demand Version auf der Webseite von Siltronic verfügbar sein.


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