Siltronic verzeichnet ein sehr starkes zweites Quartal 2017

  • Nachfrage nach allen Waferdurchmessern sehr hoch

  • Deutliche Umsatzsteigerung von 10 Prozent gegenüber dem ersten Quartal

  • EBITDA im zweiten Quartal 37 Prozent höher als im Vorquartal

  • EBITDA-Marge von 25,7 Prozent im zweiten Quartal erzielt

  • Prognose erhöht

Die Siltronic AG (TecDAX: WAF) zeigte nach einem positiven ersten Quartal auch im zweiten Quartal 2017 einen sehr starken Geschäftsverlauf.

Im Bereich der 300 mm- und 200 mm-Wafer ist die Produktion der Siltronic AG seit dem dritten Quartal 2016 voll ausgelastet. Inzwischen nähert sich die Produktion bei Wafern mit Durchmessern von 150 mm und kleiner ebenfalls der Vollauslastung.

„Das zweite Quartal 2017 hat unsere Erwartungen übertroffen. Die Wafernachfrage liegt auf unvermindert hohem Niveau. Aufgrund der Vollauslastung konnten wir Preiserhöhungen schneller durchsetzen als erwartet. Neben der sehr positiven Preisentwicklung bei 300 mm-Wafern konnten wir auch die Preise für 200 mm-Wafer anheben. Insgesamt sind die durchschnittlichen Verkaufspreise im ersten Halbjahr deutlich gestiegen.“, sagt Dr. Christoph von Plotho, Vorstandsvorsitzender der Siltronic AG.

Der Umsatz des Unternehmens stieg im zweiten Quartal 2017 auf 283,1 Millionen Euro und lag damit 9,7 Prozent über dem Vorquartal (Q1/2017: 258,0 Millionen Euro). Vor allem höhere Durchschnittspreise haben zu der starken Umsatzsteigerung beigetragen.

Die Erhöhung der Herstellungskosten um 3 Prozent auf 204,5 Millionen Euro (Q1/2017: 198,6 Millionen Euro) ist im Wesentlichen auf die Absatzsteigerung zurückzuführen. Die Herstellungskosten je Waferfläche waren aufgrund der erfolgreichen Kostensenkungsprogramme jedoch rückläufig.

Das Bruttoergebnis lag bei 78,6 Millionen Euro und damit 32,3 Prozent über dem ersten Quartal 2017 (59,4 Millionen Euro). Die Bruttomarge erhöhte sich von 23,0 Prozent auf 27,8 Prozent.

Im zweiten Quartal 2017 hat sich der Aufwand aus Maßnahmen zur Währungssicherung mit 2,7 Millionen Euro gegenüber dem ersten Quartal (4,5 Millionen Euro) nochmals reduziert. Dies hatte neben den erzielten Preissteigerungen und den erfolgreichen Kostensenkungsmaßnahmen ebenfalls einen positiven Effekt auf die Entwicklung des EBITDA.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) lag bei 72,7 Millionen Euro und hat sich damit gegenüber dem ersten Quartal um 37,2 Prozent erhöht (Q1/2017: 53,0 Millionen Euro). Die EBITDA-Marge erreichte 25,7 Prozent (Q1/2017: 20,5 Prozent).

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) war mit 43,4 Millionen Euro deutlich höher als im Vorquartal (Q1/2017: 23,4 Millionen Euro).

Der Periodengewinn im zweiten Quartal 2017 hat sich mit 35,2 Millionen Euro gegenüber dem ersten Quartal (17,0 Millionen Euro) mehr als verdoppelt. Dies ist

vor allem auf die Preiserhöhungen und die erfreuliche Entwicklung der Herstellungskosten je Waferfläche zurückzuführen.

Das Ergebnis je Aktie betrug im zweiten Quartal 1,13 Euro nach 0,56 Euro im Vorquartal.

Die deutliche Verbesserung des EBIT wirkte sich positiv auf den ROCE (Return on Capital Employed) aus, der von 12,9 Prozent im ersten Quartal auf 24,0 Prozent im zweiten Quartal gestiegen ist.

Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielles Anlagevermögen beliefen sich im zweiten Quartal 2017 auf 25,5 Millionen Euro. Diese betreffen überwiegend neue Kristallziehanlagen am Produktionsstandort Freiberg sowie die fortschreitende Automatisierung vor allem an den deutschen Standorten.

Im Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit sind Kundenanzahlungen erhalten, die das Unternehmen in den ersten sechs Monaten erhalten hat. Weitere Anzahlungen werden vertragsgemäß im Laufe des Geschäftsjahres 2017 folgen. Insgesamt belaufen sich die verhandelten Kundenanzahlungen 2017 auf rund 20 Millionen US-Dollar und werden in Produktionsanlagen zur Herstellung von leading edge-Produkten investiert, die von den Kunden vermehrt nachgefragt werden. Damit verbessert sich der Produktmix von Siltronic. Die Gesamtkapazität wird jedoch nicht erhöht.

Aufgrund des starken Periodenergebnisses lag der Free Cashflow im zweiten Quartal 2017 bei 41,8 Millionen Euro nach 31,3 Millionen Euro im ersten Quartal.

Das Nettofinanzvermögen hat sich zum 30. Juni 2017 auf 241,2 Millionen Euro verbessert.

Siltronic hat die Prognose für 2017 angehoben und erwartet nun einen Umsatz von mindestens 1,12 Milliarden Euro und eine EBITDA-Marge von mindestens 27 Prozent.

„Wie 2016 angekündigt, haben wir im ersten und zweiten Quartal 2017 die Waferpreise bei Kundenverträgen, die zur Neuverhandlung anstanden, angehoben. Für das dritte Quartal haben wir weitere Preiserhöhungen verhandelt. Insgesamt bewegen sich die Waferpreise in die richtige Richtung.“, so von Plotho.

Die Auswirkungen der Preiserhöhungen werden sich 2017 sequentiell im Umsatz der Siltronic AG widerspiegeln, da Kundenverträge aufgrund bestehender Vertragsstrukturen zu unterschiedlichen Zeitpunkten im Verlauf des Geschäftsjahres neu verhandelt werden.

„Die durchschnittlichen Verkaufspreise bei 300 mm-Wafern haben sich im ersten Halbjahr teilweise signifikant erhöht. Die verhandelten Preiserhöhungen führen jedoch noch nicht zum notwendigen Preisanstieg von mindestens 30 Prozent, der einen Kapazitätsausbau unserer Produktion wirtschaftlich rechtfertigen würde. Wir bewegen uns jedoch eindeutig in die richtige Richtung.“, ergänzt von Plotho.

Bereits in einer Ad-hoc Mitteilung vom 11. Juli 2017 hat Siltronic die Prognose für das Geschäftsjahr 2017 angehoben und erwartet nun einen Umsatz von mindestens 1,12 Milliarden Euro sowie eine EBITDA-Marge von mindestens 27 Prozent.

Aufgrund der unverändert hohen Nachfrage und angespannten Liefersituation hat die Maximierung des Outputs innerhalb der bestehenden Produktion weiterhin Priorität bei dem Unternehmen.


Siltronic AG - Kennzahlen Q2/2017

GuV/Cash-Flow in EUR. Mio. H17/2017 H17/2016 Q2 2017 Q1 2017 Q2 2016
Umsatz 541,1 450,1 283,1 258,0 229,6
EBITDA 125,7 58,7 72,7 53,0 35,1
EBITDA-Marge 23,2% 13,0% 25,7% 20,5% 15,3%
EBIT 66,8 0,3 43,4 23,4 - 6,0
EBIT-Marge 12,3% 0,1% 15,3% 9,1% 2,6%
Periodenergebnis 52,3 -10,7 35,2 17,0 0,9
Ergebnis je Aktie 1,69 -0,27 1,13 0,56 0,07
ROCE 18,6% 0,1% 24,0% 12,9% 3,2%
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 44,9 42,8 25,5 19,3 22,4
Free Cashflow 73,2 -6,6 41,8 31,3 0,1
Bilanz in EUR Mio. 30.06.2017 31.12.2016
Eigenkapital 522,1 425,3
Eigenkapitalquote 46,9% 40,2%
Nettovermögen 241,2 175,0
Bilanzsumme 1.112,5 1.056,8
Mitarbeiter 3.679 3.757

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