Siltronic steigert im 3. Quartal 2015 den Umsatz gegenüber Vorjahr, EBITDA geht währungsbedingt zurück

  • Umsatz des 3. Quartals liegt mit rund 231 Mio. Euro um 7 Prozent über Vorjahr

  • EBITDA geht im Berichtsquartal um knapp 12 Prozent auf 29 Mio. Euro zurück, EBITDA-Marge beträgt knapp 13 Prozent

  • EBITDA-Marge liegt bereinigt um Wechselkurbelastungen, die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträgen enthalten sind, bei 19 Prozent

  • Eigenkapitalquote bei 48 Prozent

  • Free-Cashflow summiert sich im Neun-Monats-Zeitraum auf 48 Mio. Euro

Die Siltronic AG hat im 3. Quartal 2015 dank günstiger Währungseffekte aus dem starken US-Dollar die rückläufigen Preise für Halbleiterwafer mehr als ausgeglichen und ihren Umsatz gegenüber dem Vorjahr ausgebaut. Das Münchner Halbleiterunternehmen erwirtschaftete von Juli bis September Umsatzerlöse von 230,6 Mio. Euro (Vj. 216,0 Mio. Euro). Das sind knapp 7 Prozent mehr als vor einem Jahr. In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres summierte sich der Umsatz auf 716,0 Mio. Euro (Vj. 622,7 Mio. Euro). Das ist ein Plus von 15 Prozent.

Im Vergleich zum Vorquartal (246,7 Mio. Euro) ist der Umsatz um 6 Prozent zurückgegangen. Vor allem marktbedingt niedrigere Absatzmengen sind dafür verantwortlich, weil die Kunden von Siltronic wie erwartet Vorräte abgebaut haben. Der wesentliche Grund für diesen Bestandsabbau sind die spürbar unter den ursprünglichen Erwartungen liegenden Absatzmengen bei Smartphones, Tablets und PCs.

Das EBITDA von Siltronic lag im 3. Quartal 2015 bei 29,3 Mio. Euro (Vj. 33,2 Mio. Euro). Das sind knapp 12 Prozent weniger als vor einem Jahr. Gegenüber dem Vorquartal (31,4 Mio. Euro) ist das EBITDA um knapp 7 Prozent gesunken. Die EBITDA-Marge des Berichtsquartals beträgt 12,7 Prozent nach 15,4 Prozent im 3. Quartal 2014 und 12,7 Prozent im 2. Quartal 2015. Im gesamten Neun-Monats-Zeitraum von Januar bis September 2015 belief sich das EBITDA auf 100,8 Mio. Euro (Vj. 93,0 Mio. Euro). Das sind gut 8 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die EBITDA-Marge der ersten neun Monate liegt bei 14,1 Prozent (Vj. 14,9 Prozent).

Neben rückläufigen Waferpreisen in US-Dollar sind Verluste aus der Währungssicherung der Hauptgrund dafür, dass das EBITDA im 3. Quartal 2015 niedriger ausfiel als vor einem Jahr. Sie haben das EBITDA von Siltronic im 3. Quartal 2015 um 15,5 Mio. Euro gemindert. Im 3. Quartal 2014 stand hier ein Gewinn von 5,3 Mio. Euro zu Buche. Die bereinigte EBITDA-Marge des 3. Quartals 2015 liegt bei 19,4 Prozent (Vj. bereinigt 12,9 Prozent).

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) beträgt im Berichtsquartal 0,3 Mio. Euro (Vj. -7,7 Mio. Euro). Das sind 8 Mio. Euro mehr als vor einem Jahr. Die EBIT-Marge liegt bei 0,1 Prozent (Vj. -3,6 Prozent). Im gesamten Neun-Monats-Zeitraum summierte sich das EBIT auf 8,8 Mio. Euro (Vj. -18,1 Mio. Euro) und die EBIT-Marge erreichte 1,2 Prozent (Vj. -2,9 Prozent). Das Periodenergebnis des Berichts-quartals beläuft sich auf -6,2 Mio. Euro (Vj. -12,2 Mio. Euro) und das Ergebnis je Aktie beträgt -0,15 Euro (Vj. -0,31 Euro). Für den Zeitraum Januar bis September 2015 ergibt sich ein Periodenergebnis von -11,2 Mio. Euro (Vj. -29,3 Mio. Euro) und das Ergebnis je Aktie summiert sich auf -0,21 Euro (Vj. -0,69 Euro).

„Ungeachtet der derzeitigen Marktschwäche haben wir im 3. Quartal unseren Umsatz gesteigert und unsere operativen und strategischen Kernthemen weiter vorangetrieben“, sagte Vorstandsvorsitzender Christoph von Plotho am Donnerstag in München. „Das gilt vor allem für unsere Kostenperformance. Beispielsweise haben die variablen Herstellkosten bei 300 mm-Wafern im August ein neues Allzeittief erreicht. Gleichzeitig haben mehrere Produktionslinien bei den Mengen neue Bestmarken gesetzt. Das hat wesentlich dazu beigetragen, die EBITDA-Marge im Quartalsvergleich konstant zu halten.“

Cashflow, Investitionen, Nettofinanzvermögen, Eigenkapitalquote und ROCE

Der Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit belief sich von Januar bis September 2015 auf 88,1 Mio. Euro (Vj. 116,3 Mio. Euro). Er ist damit gegenüber dem Neun-Monats-Zeitraum 2014 um gut 24 Prozent zurückgegangen. Der wesentliche Grund dafür liegt in der Entwicklung der erhaltenen Anzahlungen. Während Siltronic in den ersten neun Monaten des Vorjahres Anzahlungen in Höhe von 53,2 Mio. Euro erhalten hat, wurden von Januar bis September 2015 keine Mittelzuflüsse aus Anzahlungen verbucht.

Gleichzeitig sind die Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielles Anlagevermögen erheblich gewachsen. Sie summierten sich von Januar bis September 2015 auf 40,2 Mio. Euro (Vj. 20,9 Mio. Euro). Neben den Investitionen zur Weiterentwicklung von Produkten und Prozessen flossen die Mittel in gezielte Maßnahmen zur weiteren Automatisierung der Fertigung und den selektiven Austausch von Kristallziehkapazitäten.

Insgesamt ergibt sich für den Neun-Monats-Zeitraum 2015 ein Free-Cashflow (Mittelzufluss aus dem operativen Geschäft nach Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte) von 47,9 Mio. Euro (Vorjahr 95,4 Mio. Euro). Das ist zwar ein Rückgang um knapp 50 Prozent, bereinigt um erhaltene Anzahlungen ist der Free-Cashflow aber gegenüber dem Vorjahr um knapp 14 Prozent gewachsen.

Auf Grund des Börsengangs und des in den ersten drei Quartalen des Jahres 2015 erzielten positiven Free-Cashflows verfügte Siltronic zum 30. September 2015 über ein Nettofinanzvermögen von 166,2 Mio. Euro (31.12.2014: -24,5 Mio. Euro).

Die Eigenkapitalquote ist im Neun-Monats-Zeitraum 2015 deutlich gestiegen. Das Eigenkapital von Siltronic belief sich zum Stichtag 30. September 2015 auf 501,7 Mio. Euro (31.12.2014: 311,8 Mio. Euro). Hier zeigt sich vor allem der Zufluss aus dem Börsengang, der das Eigenkapital abzüglich von Transaktionskosten um 143,2 Mio. Euro erhöht hat. Außerdem haben sich höhere Diskontierungszinssätze bei den Pensionsrückstellungen positiv auf das Eigenkapital ausgewirkt, das durch diesen Effekt um 49,9 Mio. Euro zunahm. Die Eigenkapitalquote lag zum 30. September 2015 bei 48,3 Prozent (31.12.2014: 29,1 Prozent).

Die Verzinsung des eingesetzten Kapitals (ROCE) betrug nach den ersten neun Monaten des laufenden Jahres 1,5 Prozent (Vj. -2,9 Pro-zent).

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter hat sich gegenüber dem 31. Dezember 2014 weiter reduziert. Der Abbau erfolgte vor allem durch Altersteilzeitregelungen, freiwillige Abfindungen, natürliche Fluk-tuation und Transfers zur Wacker Chemie AG. Zum Stichtag 30. September 2015 waren im Konzern weltweit 3.978 Beschäftigte tätig (31.12.2014: 4.163).

Ausblick

Nach einem starken Jahresbeginn mit einem Absatz, der im ersten Halbjahr das Vorjahresniveau um mehr als 10 Prozent übertraf, geht der Absatz im zweiten Halbjahr deutlich zurück. Einige Kunden hatten im 3. Quartal 2015 weniger Wafer beschafft, um ihre zu hohen Lagerbestände zu reduzieren. Die Bestandskorrektur scheint sich auch in das 4. Quartal 2015 hinein fortzusetzen. Zusätzlich zeigt das 4. Quartal im Waferabsatz regelmäßig eine saisonale Abschwächung, in diesem Jahr sogar etwas stärker als üblich. Die anhaltende Absatzschwäche bei PCs, Tablets und für Smartphones in China reduziert insbesondere die Nachfrage nach Wafern für Logik-Bauteile. Für das Gesamtjahr 2015 rechnet Siltronic weiterhin mit einem leichten Absatzplus.

Die Preise in der Rechnungswährung US-Dollar lagen in den ersten neun Monaten 2015 deutlich unter den Preisen der Vorjahresperiode, die Durchschnittserlöse in Euro pro Wafer jedoch deutlich über dem Vorjahresniveau. Da Wafer für Logikanwendungen höhere Preise erzielen, aber genau dieser Bereich von der aktuellen Marktschwäche überproportional betroffen ist, wird der durchschnittliche Erlös pro Wafer im Gesamtjahr 2015 gegenüber den ersten neun Monaten leicht zurückgehen, bleibt aber deutlich über dem Vorjahr.

Der Umsatz lag in den ersten neun Monaten 2015 um 15 Prozent höher als im Vorjahreszeitraum. Für das Gesamtjahr 2015 erwartet die Siltronic ein währungsbedingtes Umsatzwachstum im hohen einstelligen Prozentbereich.

Wechselkurseffekte, die im sonstigen betrieblichen Aufwand und Ertrag enthalten sind, belasten die EBITDA-Marge im Gesamtjahr. Die EBITDA-Marge betrug in den ersten neun Monaten 14 Prozent. Darin enthalten sind saldierte Wechselkursverluste von -35 Mio. Euro. Sie stammen überwiegend aus Fremdwährungsderivaten zur Kurssicherung, die im Jahr 2014 eingegangen wurden. Für das Gesamtjahr 2015 erwartet Siltronic eine Ergebnisbelastung aus Wechselkursverlusten von per saldo -50 Mio. Euro. Für das Gesamtjahr ergibt sich eine leicht niedrigere EBITDA-Marge im Vergleich zu den ersten drei Quartalen des Berichtsjahres. Mittelfristig strebt Siltronic eine EBITDA-Marge von 20 Prozent an.

In den ersten neun Monaten 2015 hat Siltronic einen positiven ROCE erzielt. Entgegen seiner Prognose vom 2. Quartal 2015 erwartet das Unternehmen nun einen leicht negativen ROCE für das Gesamtjahr. Mittelfristig strebt Siltronic ein ROCE-Ziel von 11 Prozent an.

Die Investitionen steigen nun planmäßig an. In den ersten neun Monaten 2015 hat Siltronic für Zugänge zu den Sachanlagen und zu den langfristigen immateriellen Vermögenswerten 41 Mio. Euro investiert. Für das Gesamtjahr erwartet das Unternehmen Investitionen von rund 70 Mio. Euro.

Der Free-Cashflow bleibt aller Voraussicht nach auch im Gesamtjahr 2015 positiv. In den ersten neun Monaten 2015 hat Siltronic einen Free-Cashflow in Höhe von 48 Mio. Euro erzielt. Für das Gesamtjahr erwartet das Unternehmen einen Free-Cashflow, der in der Nähe des Free-Cashflows der ersten neun Monate liegt.

Hinweis für die Redaktionen: Der Bericht zum 3. Quartal 2015 steht auf den Internet-Seiten von Siltronic (www.siltronic.com) unter Investor Relations zum Download zur Verfügung.


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