Siltronic startet wie erwartet verhalten in das Jahr 2019

  • Absatz an Waferfläche erwartungsgemäß niedriger als im Vorquartal

  • Umsatz gegenüber Vorquartal um 8,7 Prozent auf EUR 354,4 Millionen gesunken

  • EBITDA gegenüber Vorquartal um 20,9 Prozent auf EUR 127,2 Millionen verringert

  • EBITDA-Marge im ersten Quartal 2019 bei 35,9 Prozent

  • Umsatz und Profitabilität gegenüber erstem Quartal 2018 gesteigert

  • Weiterhin starker Netto-Cashflow und Investitionen in die Zukunft

  • Angepasste Prognose für 2019 bestätigt: Umsatz circa 5 bis 10 Prozent unter Vorjahr, EBITDA-Marge zwischen 33 und 37 Prozent

Die Siltronic AG (MDAX/TecDAX: WAF) konnte sich dem allgemeinen Trend einer sich abkühlenden Halbleiterbranche nicht entziehen und ist dementsprechend verhalten in das Geschäftsjahr 2019 gestartet.

„Aufgrund der allgemeinen konjunkturellen Abkühlung, geopolitischer Unsicherheiten sowie noch nicht abgeschlossener Bestandskorrekturen in der Wertschöpfungskette erweist sich das Geschäftsjahr 2019 als erwartungsgemäß herausfordernd. Dies zeigt sich auch in unseren aktuellen Finanzkennzahlen“, so Dr. Christoph von Plotho, CEO der Siltronic AG.

Geringere Absatzfläche führt zu Umsatzrückgang gegenüber dem Vorquartal

Der Umsatz hat sich im ersten Quartal 2019 im Vergleich zum vierten Quartal 2018 mit EUR 388,1 Millionen um 8,7 Prozent auf EUR 354,4 Millionen verringert. Dies ist auf einen geringeren Absatz an Waferfläche zurückzuführen.

Wechselkurseffekte hatten im Quartalsvergleich keinen nennenswerten Einfluss, da der US-Dollar gegenüber dem Euro im ersten Quartal 2019 im Durchschnitt wie im Vorquartal bei 1,14 lag.

Verglichen mit dem ersten Quartal 2018 mit EUR 327,4 Millionen ergab sich aufgrund gestiegener Durchschnittspreise in Euro eine Umsatzsteigerung um 8,2 Prozent. Maßgeblich war hierbei die Entwicklung des EUR-USD-Wechselkurses. Dieser hatte im ersten Quartal 2018 im Durchschnitt noch bei 1,23 (Q1 2019: 1,14) gelegen.

Höhere Energiekosten belasten das Bruttoergebnis

Die Herstellungskosten sind im Vergleich zum Vorquartal von EUR 208,1 Millionen geringfügig auf EUR 209,9 Millionen im ersten Quartal 2019 gestiegen, obwohl die abgesetzte Waferfläche rückläufig war. Die Zunahme der Herstellungskosten je Waferfläche ist insbesondere auf gestiegene Energiekosten und die geringere Verwässerung von Fixkosten in Folge einer niedrigeren Auslastung zurückzuführen.

Das Bruttoergebnis lag dementsprechend mit EUR 144,5 Millionen deutlich unter dem Wert des Vorquartals (Q4 2018: EUR 180,0 Millionen). Die Bruttomarge ist von 46,4 Prozent auf 40,8 Prozent gesunken.

Im Vergleich zum ersten Quartal 2018 mit EUR 202,5 Millionen sind die Herstellkosten um 3,7 Prozent gestiegen. Primär aufgrund der Wechselkursveränderungen ist das Bruttoergebnis gegenüber dem Vorjahresquartal dennoch um EUR 19,6 Millionen bzw. 15,7 Prozent gestiegen. Die Bruttomarge im ersten Quartal 2018 lag bei 38,1 Prozent. Sie konnte im Berichtsquartal um 2,7 Prozentpunkte verbessert werden.

Aufwendungen für Vertrieb, F&E und allgemeine Verwaltung leicht gesunken

Die Kosten für Vertrieb, F&E und allgemeine Verwaltung lagen im ersten Quartal 2019 bei EUR 32,2 Millionen beziehungsweise 9,1 Prozent vom Umsatz. Im Vergleich zum Vorquartal ergab sich absolut ein leichter Rückgang um EUR 2,1 Millionen, wobei die Quote aufgrund des Umsatzrückgangs gestiegen ist.

Im Vergleich zum ersten Quartal 2018 mit EUR 31,6 Millionen und einer Quote von 9,7 Prozent waren die Kosten relativ stabil, die Quote aber leicht rückläufig.

Effekte aus Währungssicherung belasten das erste Quartal

Die sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen sind von Wechselkurs-gewinnen und –verlusten geprägt, insbesondere für Maßnahmen zur Währungs-sicherung. Diese betreffen vor allem den US-Dollar und den japanischen Yen.

Der Aufwand lag im ersten Quartal 2019 mit EUR 8,2 Millionen deutlich über dem des Vorquartals mit EUR 4,8 Millionen. Im ersten Quartal 2018 hatte sich noch ein Ertrag in Höhe von EUR 2,7 Millionen ergeben.

Schwächere Nachfrage belastet EBITDA und EBITDA-Marge

Aufgrund der rückläufigen Absatzfläche wurde im ersten Quartal 2019 ein EBITDA von EUR 127,2 Millionen erzielt (Q4 2018: EUR 160,8 Millionen). Dies entspricht einem Rückgang um 20,9 Prozent. Im Vergleich zum Vorquartal mit 41,4 Prozent lag die EBITDA-Marge im ersten Quartal 2019 bei 35,9 Prozent.

Im ersten Quartal 2018 erreichte das EBITDA EUR 122,3 Millionen und wurde damit im Berichtsquartal um 4,0 Prozent übertroffen. Die EBITDA-Marge erreichte im ersten Quartal 2018 37,4 Prozent.

Das EBIT des ersten Quartals 2019 lag mit EUR 103,4 Millionen 25,6 Prozent unter dem des Vorquartals (Q4 2018: EUR 138,9 Millionen). Die EBIT-Marge lag bei 29,2 Prozent (Q4 2018: 35,8 Prozent). Neben dem schwachen Start in das Geschäftsjahr 2019 und den höheren Energiekosten haben erhöhte Abschreibungen dazu beigetragen.

Im ersten Quartal 2018 lag das EBIT bei EUR 96,6 Millionen und wurde damit im ersten Quartal 2019 um 7,0 Prozent übertroffen. Die EBIT-Marge lag im Vorjahresquartal bei 29,5 Prozent und liegt damit auf dem Niveau des Berichtsquartals.

Periodengewinn und Gewinn je Aktie gegenüber Vorquartal rückläufig

Für das erste Quartal 2019 wurde ein Periodengewinn von EUR 87,6 Millionen erwirtschaftet. Dies entspricht einem Rückgang um 17,4 Prozent gegenüber dem Vorquartal (Q4 2018: EUR 106,0 Millionen).

Für das erste Quartal 2018 hatte sich ein Periodengewinn von EUR 82,0 Millionen ergeben. Die Verbesserung des Periodengewinns um EUR 5,6 Millionen im Vergleich zum ersten Quartal 2018 trotz einer höheren Steuerquote ist insbesondere auf die vorteilhafte Wechselkursentwicklung zurückzuführen.

Das Ergebnis je Aktie lag im ersten Quartal 2019 bei EUR 2,68 im Vergleich zu EUR 3,25 im vierten Quartal 2018.

Im ersten Quartal 2018 hatte das Ergebnis je Aktie bei EUR 2,62 gelegen.

Sach- und Geldanlagen deutlich erhöht

Die Sachanlagen sind aufgrund der im ersten Quartal 2019 vorgenommenen Investitionen gestiegen. Die neuen Bilanzierungsregelungen zu Leasing (IFRS 16) haben die sonstigen langfristigen Vermögenswerte um EUR 46,3 Millionen erhöht. Siltronic wendet den neuen Standard zur Bilanzierung von Leasing-Verhältnissen (IFRS 16) seit dem 1. Januar 2019 an. Hiernach aktiviert ein Leasingnehmer sein Recht zur Nutzung von geleasten Vermögenswerten und passiviert die Verpflichtungen, die aus Leasingzahlungen resultieren.

Kurz- und langfristige Geldanlagen haben zusammen mit den liquiden Mitteln die Aktivseite um EUR 70,5 Millionen erhöht.

Eigenkapital weiter gestiegen

Während der Periodengewinn bei EUR 87,6 Millionen lag, ist das Eigenkapital um EUR 52,6 Millionen gestiegen. Die Bewertung von Pensionsrückstellungen aufgrund von Zinseffekten hat das Eigenkapital im ersten Quartal 2019 erfolgsneutral um EUR 52,8 gemindert, während Wechselkurseffekte das Eigenkapital im selben Zeitraum um EUR 17,0 Millionen erhöht haben.

Die langfristigen Schulden sind um EUR 86,4 Millionen gestiegen, wovon EUR 59,5 Millionen auf Pensionsrückstellungen entfallen. Zum 31. März 2019 wurde die Pensionsrückstellung in Deutschland mit 1,66 Prozent abgezinst (31. Dezember 2018: 1,98 Prozent). In den USA ist der Zinssatz dagegen auf 3,69 Prozent zurückgegangen (31. Dezember 2018: 4,08 Prozent). Die langfristigen Schulden haben außerdem wegen der neuen IFRS-Bilanzierungsregelung zu Leasing (IFRS 16) um EUR 43,7 Millionen zugelegt.

Starker Netto-Cashflow und Investitionen in die Zukunft

Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielles Anlagevermögen beliefen sich im ersten Quartal 2019 auf EUR 72,8 Millionen und betreffen hauptsächlich Kapazitätserweiterungen, die neue Ziehhalle in Singapur und die weitere Automatisierung der Produktion. Die Auszahlungen in Sachanlagen und immaterielles Anlagevermögen lagen bei EUR 67,1 Millionen.

Im Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit sind Rückführungen von Kundenan-zahlungen in Höhe von EUR 16,8 Millionen enthalten. Im Zeitraum Januar bis März 2019 sind keine neuen Kundenanzahlungen zugeflossen.

Im ersten Quartal 2019 ergab sich ein Netto-Cashflow in Höhe von EUR 80,8 Millionen, verglichen mit EUR -32,2 Millionen im vierten Quartal 2018. Der negative Netto-Cashflow im vierten Quartal 2018 ergab sich durch erhöhte Auszahlungen für Sachanlagen.

Im ersten Quartal 2018 hatte der Netto-Cashflow bei EUR 112,4 Millionen gelegen.

Nettofinanzvermögen erreicht neuen Höchststand

Aufgrund des hohen Cashflows hat das Nettofinanzvermögen zum 31. März 2019 mit EUR 761,8 Millionen einen neuen Höchststand erreicht.

Verhaltener Ausblick für das Gesamtjahr 2019

Siltronic hatte die Jahresprognose Ende Februar unter den Vorbehalt gestellt, dass sich die Anzahl der Auftragseingänge im zweiten Halbjahr 2019 wieder deutlich beleben wird. Der Eintrittszeitpunkt für diese Erholung des Marktumfeldes ist jedoch nicht mit Bestimmtheit vorauszusehen. Daher hatte der Vorstand die ursprüngliche Prognose bereits am 10. April 2019 angepasst und bestätigt diese hiermit.

Siltronic erwartet, dass sich das zweite Quartal 2019 gegenüber dem ersten Quartal deutlich schwächer entwickeln wird.

Für das Gesamtjahr 2019 wird aufgrund des herausfordernden Marktumfeldes ein Umsatz circa 5 bis 10 Prozent unter dem des Vorjahres erwartet. Die EBITDA-Marge sollte zwischen 33 Prozent und 37 Prozent liegen. Das EBIT wird deutlich unter dem des Vorjahres erwartet. Der Netto-Cashflow wird weiterhin klar positiv erwartet, jedoch um circa EUR 150 Millionen niedriger als 2018 ausfallen. Das Ergebnis je Aktie wird dementsprechend deutlich unter Vorjahr liegen. Diese Prognose ist weiterhin abhängig von der Erholung des Marktumfelds sowie von Wechselkurseinflüssen.

„Ungeachtet des aktuell herausfordernden Marktumfeldes sind wir davon überzeugt, dass der fundamentale Wachstumstrend in der Wafer-Industrie, getrieben von Megatrends wie Digitalisierung und Elektromobilität, weiterhin intakt ist“, so Dr. Christoph von Plotho weiter.

 

Telefonkonferenz für Analysten und Investoren

Der Vorstand der Siltronic AG wird am 3. Mai 2019 um 10.00 Uhr (MESZ) eine Telefonkonferenz mit Analysten und Investoren (nur in englischer Sprache) durchführen. Diese wird über das Internet übertragen. Der Audio-Webcast wird live und als on-demand Version auf der Webseite von Siltronic verfügbar sein.

Die aktuelle Investorenpräsentation (nur in englischer Sprache) und die Quartalsmitteilung sind ebenfalls auf der Siltronic-Webseite veröffentlicht.

Weitere Termine

07. Mai 2019            Ordentliche Hauptversammlung, München

25. Juli 2019             Zwischenbericht zum 2. Quartal 2019

24. Oktober 2019     Quartalsmitteilung zum 3. Quartal 2019

 

Diese Pressemitteilung entspricht der Konzernquartalsmitteilung gemäß § 53 der Börsenordnung der Frankfurter Wertpapierbörse.


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