Siltronic passt Umsatzprognose für 2026 leicht nach oben an – höhere Nachfrage treibt Volumenentwicklung im dritten Quartal 2026
München, Deutschland, 4. November 2026 – Die Geschäftsentwicklung der Siltronic AG (MDAX/TecDAX: WAF) übertraf im dritten Quartal aufgrund einer vorteilhaften Wechselkursentwicklung und einer starken Wafernachfrage die Erwartungen. So stieg der Umsatz gegenüber dem zweiten Quartal 2026 um 10,5 Prozent auf EUR 355,4 Mio. Nach neun Monaten erreichte der Umsatz EUR 983,5 Mio. und lag damit leicht über dem Vorjahresniveau (Q1-Q3 2025: EUR 975,1 Mio.).
„Mit der Erweiterung unserer 300 mm-Kapazitäten in Singapur begleiten wir das insbesondere durch Künstliche Intelligenz getriebene Marktwachstum. Die starke Nachfrage nach 300 mm- und zunehmend auch nach 200 mm-Wafern führte im Quartalsvergleich zu einem deutlichen Wachstum der abgesetzten Waferfläche. Zusammen mit der vorteilhaften Wechselkursentwicklung ermöglicht uns dies, die Umsatzprognose für das Gesamtjahr anzuheben“, erklärt Dr. Michael Heckmeier, CEO der Siltronic AG.
Drittes Quartal profitiert von gestiegener Waferfläche
Im dritten Quartal 2026 erzielte die Siltronic AG einen Umsatz von EUR 355,4 Mio. und steigerte diesen gegenüber dem Vorquartal um 10,5 Prozent (Q2 2026: EUR 321,6 Mio.). Ausschlaggebend hierfür war insbesondere die höhere abgesetzte Waferfläche bei 300 mm- und 200 mm-Wafern. Produktmix- und Preiseffekte hatten nur einen geringen Einfluss auf die Umsatzentwicklung. Der durchschnittliche Wechselkurs des US-Dollars gegenüber dem Euro blieb mit 1,15 USD je EUR nahezu auf dem Niveau des Vorquartals (Q2 2026: 1,16 USD je EUR).
Die Herstellungskosten stiegen im dritten Quartal 2026 aufgrund der höheren abgesetzten Waferfläche um 8,0 Prozent auf EUR 362,9 Mio. (Q2 2026: EUR 335,9 Mio.). Da die Herstellungskosten weniger stark zunahmen als der Umsatz, verbesserten sich sowohl das Bruttoergebnis als auch die Bruttomarge. Das Bruttoergebnis stieg im Vergleich zum Vorquartal um EUR 6,9 Mio. auf EUR -7,5 Mio. Rund ein Drittel der Herstellungskosten entfällt auf nicht zahlungswirksame Abschreibungen.
Die Aufwendungen für Vertrieb, Verwaltung, Forschung und Entwicklung sind im Vergleich zum Vorquartal leicht gesunken. Die im Saldo der sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen ausgewiesenen Effekte aus Währungen und Sicherungsgeschäften beliefen sich im Berichtsquartal auf einen Ertrag von EUR 0,5 Mio., nach einem Aufwand von EUR 3,0 Mio. im zweiten Quartal 2026. Wesentlicher Treiber dieser Verbesserung waren die Ergebnisse aus Energiepreisabsicherungen.
Angesichts der höheren abgesetzten Waferfläche sowie der positiven Entwicklung von Bruttoergebnis und Bruttomarge stieg das EBITDA im Berichtsquartal auf EUR 81,3 Mio. nach EUR 69,4 Mio. im Vorquartal. Die EBITDA-Marge lag mit 22,9 Prozent deutlich über dem Wert des Vorquartals (Q2 2026: 21,6 Prozent).
Das EBIT verbesserte sich von EUR -51,9 Mio. im zweiten Quartal auf EUR -42,4 Mio. im dritten Quartal.
Das Periodenergebnis belief sich im Berichtsquartal auf EUR -55,0 Mio. (Q2 2026: EUR -63,2 Mio.), das Ergebnis je Aktie lag bei EUR -1,46 (Q2 2026: EUR -1,71).
Starkes Wachstum der abgesetzten Waferfläche prägte die ersten neun Monate, höhere Abschreibungen belasten das Ergebnis
In den ersten neun Monaten des Jahres erzielte das Unternehmen Umsatzerlöse von EUR 983,5 Mio. und lag damit leicht über dem Wert des Vorjahreszeitraums (Q1-Q3 2025: EUR 975,1 Mio.).
Im Jahresvergleich ist die verkaufte Waferfläche besonders stark gewachsen. Dadurch konnten die negativen Umsatzwirkungen aus Preis- und Produktmixeffekten sowie dem schwächeren US-Dollar mehr als kompensiert werden.
Die höhere abgesetzte Waferfläche führte zu Herstellungskosten von EUR 1.031,6 Mio. und damit zu einem Anstieg von 19,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum (Q1-Q3 2025: EUR 863,7 Mio.). Rund 80 Prozent der Erhöhung um EUR 167,9 Mio. entfielen auf planmäßige, nicht zahlungswirksame Abschreibungen. Diese spiegeln insbesondere die Investitionen in die Kapazitätserweiterung in Singapur wider. Gleichzeitig verbesserte die höhere verkaufte Waferfläche die Fixkostendegression. Zudem wirkten sich Kostensenkungsmaßnahmen positiv auf die Herstellungskosten je Waferfläche aus.
Das Bruttoergebnis belief sich auf EUR -48,1 Mio. (Q1-Q3 2025: EUR 111,4 Mio.). Belastend wirkten sich dabei insbesondere die deutlich gestiegenen planmäßigen Abschreibungen aus. Die Bruttomarge sank auf -4,9 Prozent nach 11,4 Prozent im Vorjahreszeitraum.
Die Aufwendungen für Vertrieb, Verwaltung, Forschung und Entwicklung sind gegenüber dem Vorjahreszeitraum um EUR 17,8 Mio. gestiegen. Die Erhöhung ist vor allem auf die neue Fabrik in Singapur zurückzuführen. Die im sonstigen betrieblichen Ertrag und Aufwand ausgewiesenen Effekte aus Währungen und Sicherungsgeschäften weisen einen Ertrag in Höhe von EUR 8,9 Mio. aus (Q1-Q3 2025: Aufwand in Höhe von EUR 2,5 Mio.). Wesentlicher Treiber der Verbesserung gegenüber dem Vorjahreszeitraum waren die Ergebnisse aus Energiepreisabsicherungen.
Nach neun Monaten verzeichnete Siltronic ein EBITDA von EUR 215,7 Mio. (Q1-Q3 2025: EUR 230,5 Mio.) und eine solide EBITDA-Marge von 21,9 Prozent (Q1-Q3 2025: 23,6 Prozent).
Aufgrund des niedrigeren EBITDA und der deutlich gestiegenen Abschreibungen (Q1-Q3 2026: EUR 362,4 Mio.; Q1-Q3 2025: EUR 223,3 Mio.) belief sich das EBIT nach den ersten neun Monaten auf EUR -146,7 Mio. (Q1-Q3 2025: EUR 7,2 Mio.). Kumuliert wurde im Zeitraum Januar bis September ein Periodenergebnis von EUR -184,9 Mio. (Q1-Q3 2025: EUR -25,1 Mio.) sowie ein Ergebnis je Aktie von EUR -5,08 nach EUR -0,83 im Vorjahreszeitraum ausgewiesen.
Kapitalerhöhung und Rückgang der Investitionstätigkeit prägen die Vermögens- und Finanzlage
Zum 30. September 2026 verfügte Siltronic über eine Eigenkapitalquote von 44,7 Prozent (31. Dezember 2025: 42,6 Prozent). Treiber des Anstiegs des Eigenkapitals war die im Juni 2026 durchgeführte Kapitalerhöhung. Der Rückgang der langfristigen Darlehensverbindlichkeiten spiegelt die kürzeren Restlaufzeiten der Verpflichtungen wider. Entsprechend haben sich die kurzfristigen Darlehensverbindlichkeiten in ähnlichem Umfang erhöht.
Der Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit lag mit EUR 138,2 Mio. auf dem Niveau des Vergleichszeitraums im Vorjahr. Die Auszahlungen für Investitionen reduzierten sich deutlich von EUR 339,1 Mio. in den ersten neun Monaten des Vorjahrs auf EUR 199,0 Mio. in der Berichtsperiode. Entsprechend verbesserten sich der Free-Cashflow (Q1-Q3 2026: EUR -60,8 Mio., Q1-Q3 2025: EUR -202,6 Mio.), der Netto-Cashflow (Q1-Q3 2026: EUR -58,6 Mio., Q1-Q3 2025: EUR -186,9 Mio.). Im dritten Quartal 2026 belief sich der Free-Cashflow auf EUR 57,0 Mio., der Netto-Cashflow auf EUR 57,9 Mio.
Die Nettofinanzverschuldung verringerte sich gegenüber dem 31. Dezember 2025 um EUR 216,6 Mio. auf EUR 619,9 Mio. (31. Dezember 2025: EUR 836,5 Mio.). Maßgeblich hierfür waren die Mittelzuflüsse aus der Kapitalerhöhung.
Umsatzprognose für 2026 erhöht, EBITDA-Marge am oberen Ende der bisherigen Bandbreite erwartet
Aufgrund der stärker als erwarteten Nachfrage und der günstigeren Wechselkursentwicklung hebt der Vorstand der Siltronic AG die Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2026 leicht an. Der Umsatz wird nun in etwa auf Vorjahresniveau erwartet, nachdem bislang ein Umsatzrückgang im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich gegenüber dem Vorjahr prognostiziert worden war. Der aktualisierten Prognose liegt für das vierte Quartal ein EUR/USD-Wechselkurs von 1,14 zugrunde. In der bisherigen Prognose war für das zweite Halbjahr ein EUR/USD-Wechselkurs von 1,18 unterstellt worden.
Die Prognose für die EBITDA-Marge wird auf 22 bis 24 Prozent konkretisiert. Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet Siltronic nun Investitionen in Höhe von EUR 180 bis 200 Mio. und Abschreibungen von EUR 480 bis 500 Mio. Die Prognosen für EBIT und Netto-Cashflow bleiben unverändert.
Telefonkonferenz für Analysten und Investoren:
Der Vorstand der Siltronic AG wird am 4. November 2026 um 10.00 Uhr (MEZ) eine Telefonkonferenz mit Analysten und Investoren (nur in englischer Sprache) durchführen. Diese wird über das Internet übertragen. Der Audio-Webcast wird live und als on-demand Version auf der Webseite von Siltronic verfügbar sein.
Die aktuelle Investorenpräsentation (nur in englischer Sprache) und die Quartalsmitteilung sind ebenfalls auf der Siltronic-Webseite veröffentlicht.
Kontakt:
Verena Stütze
Leiterin Investor Relations & Communications
Telefon +49 89 8564 3133
investor.relations@siltronic.com
Unternehmensprofil:
Als einer der weltweit führenden Anbieter von Hightech-Waferlösungen ist Siltronic global ausgerichtet und unterhält Produktionsstätten in Asien, Europa und den USA. Wafer sind die Grundlage der Halbleiterindustrie und die Basis für Chips in allen Anwendungsbereichen des digitalen Lebens – von Servern und Computern über Smartphones bis hin zu Elektroautos und Windkraftanlagen. International und kundennah setzt das Unternehmen konsequent auf Qualität, Technologie, Innovationskraft und operative Exzellenz. Die Siltronic AG beschäftigt rund 4.300 Mitarbeiter weltweit und ist seit 2015 im Prime Standard der Deutschen Börse gelistet. Die Aktien der Siltronic AG sind in den beiden Börsenindices MDAX und TecDAX vertreten.
Wichtiger Hinweis
Diese Pressemitteilung enthält zukunftsgerichtete Aussagen, die auf Annahmen und Schätzungen des Vorstands der Siltronic AG basieren. Diese Aussagen sind erkennbar an Formulierungen wie "erwarten", "wollen", "antizipieren", "beabsichtigen", "planen", "glauben", "anstreben", "einschätzen", und "werden" oder an ähnlichen Begriffen. Obwohl wir davon ausgehen, dass die Erwartungen in diesen zukunftsgerichteten Aussagen realistisch sind, können wir nicht garantieren, dass sie sich als richtig erweisen. Die Annahmen können Risiken und Unsicherheiten enthalten, welche dazu führen können, dass die tatsächlichen Zahlen beträchtlich von den zukunftsgerichteten Aussagen abweichen. Zu den Faktoren, welche solche Abweichungen verursachen können, zählen unter anderem Veränderungen im gesamtwirtschaftlichen und im geschäftlichen Umfeld, Veränderungen bei Währungskursen und Zinssätzen, die Einführung von Produkten, die im Wettbewerb zu den eigenen Produkten stehen, Akzeptanzprobleme bei neuen Produkten oder Dienstleistungen sowie Veränderungen in der Unternehmensstrategie. Siltronic beabsichtigt nicht, die zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren und übernimmt keine Verantwortung für eine solche Aktualisierung.
Diese Pressemitteilung enthält, in einschlägigen Rechnungslegungsrahmen nicht genau bestimmte, ergänzende Finanzkennzahlen, die sogenannte alternative Leistungskennzahlen sind oder sein können. Für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von Siltronic sollten diese ergänzenden Finanzkennzahlen nicht isoliert oder als Alternative zu den im Konzernabschluss dargestellten und im Einklang mit einschlägigen Rechnungslegungsrahmen ermittelten Finanzkennzahlen herangezogen werden. Andere Unternehmen, die alternative Leistungskennzahlen mit einer ähnlichen Bezeichnung darstellen oder berichten, können diese anders berechnen. Erläuterungen zu verwendeten Finanzkennzahlen finden sich im Geschäftsbericht der Siltronic AG.
Aufgrund von Rundungen ist es möglich, dass sich einzelne Zahlen in dieser Pressemitteilung und in anderen Berichten nicht genau zur angegebenen Summe addieren und dass dargestellte Prozentangaben nicht genau die absoluten Werte widerspiegeln, auf die sie sich beziehen.
Diese Pressemitteilung entspricht der Konzernquartalsmitteilung gemäß § 53 der Börsenordnung der Frankfurter Wertpapierbörse.