Siltronic im Geschäftsjahr 2020 bei Umsatz und Ergebnis im Rahmen der Erwartungen

  • Euro-Stärke belastet Umsatz und Ertrag von Siltronic im zweiten Halbjahr 2020

  • Vorläufiger Umsatz 2020 mit 1.207 Millionen Euro unter Vorjahr (2019: 1.270,4 Millionen Euro)

  • Vorläufiges EBITDA verringert sich auf 344 Millionen Euro und die EBITDA-Marge auf gut 28 Prozent (2019: 408,7 Millionen Euro; 32,2 Prozent)

  • Vorläufiges EBIT mit rund 204 Millionen Euro und einer EBIT-Marge von 17 Prozent auch aufgrund erhöhter planmäßiger Abschreibungen deutlich unter Vorjahr (2019: 298,3 Millionen Euro; 23,5 Prozent)

  • Möglicher Einmalaufwand von gut 10 Millionen EUR für Beraterkosten bei erfolgreichem Angebot von GlobalWafers noch nicht enthalten

Die Siltronic AG (MDAX/TecDAX: WAF) verzeichnete 2020 erwartungsgemäß einen Rückgang bei Umsatz und Ergebnis. Zwar war das Geschäftsjahr durch eine etwas höher als erwartete Nachfrage nach Siliziumwafern geprägt, doch gleichzeitig lagen die Durchschnittserlöse pro Waferfläche unter dem Vorjahr. Die Euro-Stärke im zweiten Halbjahr belastete den Umsatz und das Ergebnis zusätzlich.

Der durch die Corona-Pandemie ausgelöste Digitalisierungsschub sorgte für eine starke Nachfrage nach Servern, Laptops, Headsets, Bildschirmen und anderen Produkten. Die Nachfrage nach Smartphones und Autos zeigte im Laufe des zweiten Halbjahres erste Anzeichen einer Erholung. Die Nachfrageerholung zeigte sich 2020 von Quartal zu Quartal und betraf alle Waferdurchmesser. Aufgrund der Corona-Pandemie kam es jedoch zu Verschiebungen in den Endmärkten, was teilweise auch zu einer negativen Auswirkung auf den Produktmix der Siltronic führte.

Der Durchschnittserlös je Waferfläche war im Laufe des Jahres 2019 deutlich rückläufig. Dies strahlte auf den Durchschnittserlös 2020 aus. Während der Preisdruck im Laufe des Jahres 2020 nachgelassen hat, wirkte sich im zweiten Halbjahr die Euro-Stärke, vor allem gegenüber dem US-Dollar und dem japanischen Yen, nachteilig aus. Allein diese Euro-Stärke führte zu einem Umsatzrückgang von rund 30 Millionen Euro im zweiten Halbjahr gegenüber dem zweiten Halbjahr 2019.

Das Unternehmen hat unverändert intensiv an der Realisierung möglicher Kosteneinsparmöglichkeiten gearbeitet und es ist ihm gelungen, in den meisten Bereichen die Produktivität spürbar zu steigern.

Der vorläufige und noch ungeprüfte Umsatz der Siltronic AG lag 2020 mit 1.207 Millionen Euro 5 Prozent unter dem Wert von 2019 (1.270,4 Millionen Euro).

Das EBITDA erreichte rund 344 Millionen Euro und lag damit 16 Prozent unter dem Vorjahr (2019: 408,7 Millionen Euro). Die EBITDA-Marge erreichte solide 28 Prozent (2019: 32,2 Prozent).

Das vorläufige Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) hat sich mit rund 204 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr (2019: 298,3 Millionen Euro) deutlich reduziert, neben Preisdruck und Euro-Stärke zusätzlich durch höhere planmäßige Abschreibungen belastet. Die EBIT-Marge 2020 lag bei rund 17 Prozent gegenüber 23,5 Prozent im Jahr 2019.

Siltronic hat im Rahmen des freiwilligen Übernahmeangebots von GlobalWafers Berater beauftragt, die teilweise erfolgsabhängig vergütet werden. Bei einem wahrscheinlich erfolgreichen Übernahmeangebot werden gegenüber den oben genannten Zahlen weitere Kosten von gut 10 Millionen Euro verbucht, die das Ergebnis in gleicher Höhe belasten würden.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat Siltronic rund 188 Millionen Euro in Sachanlagen und immaterielles Anlagevermögen investiert. Hierin sind neben den Basis-Investitionen in Höhe von rund 90 Millionen Euro Ausgaben für Capabilities, Kapazitätserweiterungen und Investitionen in zusätzliche Epi-Reaktoren enthalten. Damit wird die Position von Siltronic als einer der Technologieführer gesichert und weiter ausgebaut.

Der vorläufige Netto-Cashflow 2020 lag mit rund 77 Millionen Euro leicht unter dem Niveau des Vorjahres (2019: 81,3 Millionen Euro) und damit im Rahmen der Erwartungen.

Das vorläufige Nettofinanzvermögen ist aufgrund des positiven Netto-Cashflows trotz Dividendenzahlung in Höhe von 90 Millionen Euro und der Rückführung von Kundenanzahlungen um nur rund 90 Millionen Euro auf 499 Millionen Euro (2019: 588,9 Millionen Euro) gesunken.

"2020 war ein herausforderndes Jahr. Die Corona-Pandemie, aber auch geopolitische Spannungen haben die Weltwirtschaft beeinflusst. Die beschleunigte Digitalisierung hat für eine Nachfrageschub nach Wafern gesorgt. Unser Fokus lag auch im abgelaufenen Jahr auf unserer technologischen Leistungsfähigkeit und der Erhöhung unserer Produktivität“, sagte Dr. Christoph von Plotho, Vorstandsvorsitzender der Siltronic AG.

Geschäftsentwicklung im vierten Quartal 2020

Der vorläufige Umsatz von rund 285 Millionen Euro im vierten Quartal 2020 lag erwartungsgemäß unter dem dritten Quartal (299,2 Millionen Euro). Dies ist auf den weiter erstarkten Euro sowie auf die übliche Saisonalität zurückzuführen. Die Durchschnittspreise pro Waferfläche waren stabil.

Siltronic hat im vierten Quartal 2020 ein vorläufiges EBITDA von rund 79 Millionen Euro erreicht (Q3 2020: 80,1 Millionen Euro). Die vorläufige EBITDA-Marge lag mit rund 28 Prozent über dem Niveau des Vorquartals (Q3 2020: 26,8 Prozent). Das EBIT lag aufgrund des wechselkursbedingten Gegenwinds und gestiegener planmäßiger Abschreibungen mit 40 Millionen Euro unter dem Vorquartal (Q3 2020: 43,6 Millionen Euro). Die EBIT-Marge ist dagegen nur leicht von 14,6 Prozent auf rund 14 Prozent gesunken.

2021 wird von positiven Trends, aber auch von Herausforderungen geprägt sein

Zu den möglichen Belastungsfaktoren für 2021 zählen weiterhin geopolitische und weltwirtschaftliche Entwicklungen wie der Handelsstreit zwischen den USA und China. Auch die weitere Entwicklung der Corona-Pandemie ist schwer vorherzusagen. Lagerbestände bei Kunden wirken 2021 wahrscheinlich weniger belastend auf die Nachfragentwicklung als dies noch Anfang 2020 der Fall gewesen ist. Allerdings scheinen NAND-Lagerbestände bei Speicherkunden immer noch erhöht zu sein.

Megatrends wie 5G, Künstliche Intelligenz, Elektromobilität und Digitalisierung umschreiben Wachstumstreiber für die Halbleiterindustrie. In diesen Bereichen zeigen die Vorzeichen auf ein positives Umfeld im Jahr 2021, auch wenn andere Endmärkte wie z. B. die Automobilindustrie wahrscheinlich unter dem Level von 2019 liegen werden.

Siltronic verzeichnet eine hohe Nachfrage und ist in der Produktion gut bis sehr gut ausgelastet.

Aktuell erwartet Siltronic, dass die Nachfrage nach Waferfläche 2021 weiter steigen wird. Allerdings erwartet das Unternehmen im Jahr 2021 durch die anhaltende Euro-Stärke einen deutlichen Gegenwind auf die Umsatz- und Ertragsentwicklung. Nach wie vor hat das Unternehmen einen hohen Anteil an Langfristverträgen mit Kunden.

Insgesamt geht das Unternehmen von einem guten Start in das Geschäftsjahr 2021.

Weitere Termine

Eine umfassende Berichterstattung mit ausführlichen Erläuterungen wird mit der Vorlage der endgültigen Geschäftszahlen 2020 am 9. März 2021 erfolgen. An diesem Tag wird der Vorstand der Siltronic AG um 10.00 Uhr (MEZ) eine Telefonkonferenz mit Analysten und Investoren (nur in englischer Sprache) durchführen. Diese wird über das Internet übertragen. Der Audio-Webcast wird live und als on-demand Version auf der Webseite von Siltronic verfügbar sein.

 

9. März 2021            Veröffentlichung Geschäftsbericht 2020

29. April 2021           Ordentliche Hauptversammlung

7. Mai 2021              Quartalsmitteilung zum 1. Quartal 2021

28. Juli 2021              Halbjahresbericht 2021

26. Oktober 2021      Quartalsmitteilung zum 3. Quartal 2021

 

 


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